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Mein Name ist Bianca und ich bin alleinerziehende Mutter einer Tochter.

Jetzt steht eine wichtige Schutzimpfung gegen Meningokokken an. Da diese Schutzimpfung leider nicht im österreichischen kostenlosen Impfprogramm enthalten ist, muss ich für die anfallenden Kosten der Impfungen selbst aufkommen. Notwendig für einen umfangreichen Schutz sind zwei Impfungen gegen Meningokokken B á 110 € und eine Impfung gegen Meningokokken C in Höhe von 50 €. Dazu kommt noch die Impfgebühr beim Arzt von jeweils dreimal 30 €. Die Kosten belaufen sich gesamt somit auf 360 €, die ich mir in meiner Lebenslage nicht leisten kann.

Was sind Meningokokken

Meningokokken ist eine seltene, aber schwere Infektionskrankheit, die sich unter anderem durch eine Gehirnhautentzündung, eine Blutvergiftung zeigen oder einer Kombination aus beiden Krankheitsbildern.

Meningokokken werden über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien leben im Nasen-Rachenraum des Menschen und können durch Küssen, Husten oder Niesen weitergegeben werden.

Risikogruppen sind Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche.

Die Erkrankung verläuft rasch und zeigt anfangs unspezifische, grippeähnliche Symptome. Die Erkrankung kann innerhalb von 24-48 Stunden lebensbedrohlich sein.

Überlebende leiden oft an schweren Folgeschäden wie: Gehirnschäden, Amputation, Gehörverlust oder anderen Schäden.

Folglich werden die Vorsorgeimpfungen zurecht den Eltern nahegelegt. Wiederum wurde in Deutschland, sowie in der Schweiz vorgesorgt, indem die Vorsorgeimpfung kostenfrei vergeben wird. In Österreich, meiner Heimat, ist diese nach wie vor kostenpflichtig und nicht für jeden alleinerziehenden Haushalt so einfach zu tragen.
Zu meinem Glück bin ich Mitglied einer Online-Community, die durch diverse Streams und Turniere auf sich aufmerksam gemacht hat. Da wurde mir angeboten, nachdem ich meine Geschichte erzählt hatte, das nötige Geld für die Impfung durch Spendenstreams und die hiermit verbundenen freiwilligen Spenden der Zuschauer zu sammeln und somit die Impfung zu finanzieren.

Zwei Wochen lang wechselten sich die Streamer regelmäßig ab, schlugen sich die Nächte um die Ohren und ließen sich spontan Events einfallen und setzten diese direkt in die Tat um, damit genügend Zuschauer aufmerksam wurden und somit auch die nötige Menge an Spenden zusammenkommen konnte.


Nach den zwei Wochen wurde das Ziel erreicht. Der Verein Eigen-Kreationen e.V., auf den die Community beruht, hat mir das Geld schnellstens zukommen lassen, sodass der Impfung meiner Tochter nichts mehr im Wege stand.

Ich für meinen Teil sehe da definitiv Änderungsbedarf was die Gesundheitsvorsorge unserer Kinder betrifft, damit sich alle Haushalte auf globale Änderungen wappnen können.
Nicht jeder hat das Glück wie ich es hatte. Viele stehen nach wie vor allein dem Problem gegenüber, ihr Kind nicht entsprechend impfen lassen zu können. Somit überrascht es auch nicht, dass es nach dem Stand unserer Recherchen nach wie vor zu viele Krankheitsfälle gibt, die zwar größtenteils geheilt werden können, aber die Kinder die bleibenden Schäden ihr Leben lang tragen müssen.                                                               Autor: Pinki und Ronny P.